Was keiner wagt

Kurz vor Fertigstellung des Buches wurden wir auf dieses schöne Zitat aufmerksam gemacht. Es sollte angeblich von Goethe sein. Tief beeindruckt stellten wir es gleich an den Anfang, noch vor das Inhaltsverzeichnis. Kaum war das Buch draußen, schrieb uns ein Leser, dass das Zitat oft irrtümlich Goethe zugesprochen wird, in Wirklichkeit aber von Lothar Zenetti ist. Bei unserer Recherche fanden wir dann dieses ergreifende Lied.
Danke, lieber Konstantin Wecker!

 

»Was keiner wagt, das sollt ihr wagen.
Was keiner sagt, das sagt heraus.
Was keiner denkt, das wagt zu denken.
Was keiner anfängt, das führt aus.«

– Lothar Zenetti,
dt. Theologe und Schriftsteller

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6 thoughts on “Was keiner wagt

  1. Diese Aussagen ins eigene Leben zu integrieren ist alles andere als „einfach“- vielleicht können das Jugendliche tatsächlich am besten.

    1. Ja, oder eben gemeinsam. Dann wird es leichter 🙂

  2. Hallo @ all,
    mir sind die folgenden zwei weitere (Kata-)Strophen bekannt, allerdings werden diese weder von Wader/Wecker/Mey etc. verwendet:

    Wo alle lügen, dient der Wahrheit,
    wo alle heucheln, macht nicht mit.
    Verscheucht den Nebel, strebt zur Klarheit,
    wo alle weichen, keinen Schritt.

    Wo alle beten, laßt sie flehen,
    wo alle klatschen, kein Applaus,
    wo alle knien, bleibet stehen,
    wo alle jammern, lacht sie aus!

  3. Lieber Heinrich, du hast völlig recht, es gibt oft nichts Falscheres als Prinzipien, die alle richtig finden. Deshalb halte ich es für hilfreich, die Strophen zwei und drei des obigen Liedes hinzuzufügen. Dann wird’s deutlich weniger pubertär:

    Wenn keiner Ja sagt, sollt ihr’s sagen,
    wenn keiner Nein sagt, sagt doch Nein,
    wenn alle zweifeln, wagt, zu glauben,
    wenn alle mittun, steht allein.

    Wo alle loben, habt Bedenken,
    wo alle spotten, spottet nicht!
    Wo alle geizen, wagt, zu schenken,
    wo alles dunkel ist, macht Licht!

    Liebe Grüße,
    Gernot

  4. Zum Glück hat nach Nagasaki noch keiner gewagt, eine Atombombe auf Menschern zu werfen. Ich werde es nicht wagen.
    Wenn alle diese Gedicht gut finden, ich finde es mit seiner großen Vereinfachung etwas pubertär.

    1. Hallo Heinrich, vielen Dank für diese interessante Sichtweise!

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