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16 thoughts on “Impressum

  1. Hallo!
    Auch wenn ich grundsätzlich zu den Unterstützern der Idee hinter einem Bedingungslosen Grundeinkommen gehöre, muss ich mich Ingrids Skepsis anschließen.
    Ich habe gehofft, das Gradido-Prinzip erklärt mir die Frage, wie ein BGE tatsächlich funktionieren kann.
    Bisher habe ich mich auf die These gestützt, dass jeder Mensch mit dem Recht auf ein würdiges Leben diese Welt betritt, und somit ein System erforderlich und sinnvoll ist, dass jedem Menschen dieses würdige Leben ohne weitere Bedingungen ermöglicht.
    Jetzt stelle ich mir aber vor, jeder Mensch würde einfach so auf die Welt fallen und “faul liegen bleiben”. Wer soll dann für all das sorgen, was für ein würdiges Leben nötig ist?
    Wir sind sicher darin einig, dass unser Wohlstand auf dem Rücken anderer erwirtschaftet wird, und möchten dies gerne ändern. Das funktioniert im aktuellen System aber nur, wenn wir uns von unserem Wohlstand verabschieden.
    Niemand hier wird bestreiten, dass die Ungerechtigkeit in dieser Welt zum Himmel schreit!
    Ungerechtigkeit in der Entlohnung – global, aber auch zwischen den Geschlechtern sowie im Vergleich verschiedener Berufe, und sogar im gleichen Beruf – je nachdem wo man beschäftigt ist (Beispiel: Kindererzieherin in einer kommunalen KiTa im Vergleich zu einer KiTa in freier Trägerschaft) – Ungerechtigkeiten die zum Teil nicht erklärbar sind!
    Jedoch eines ist klar: Es werden Leistungen erbracht, und es wird dafür ein Lohn gezahlt. Klar – nicht alle Leistungen (oder vielleicht sogar die wenigsten) stellen unmittelbar Wertschöpfung dar, aber viele der Leistungen sind zur Wertschöpfung erforderlich, und tragen ihres dazu bei.
    Wenn jetzt fürs alleinige “Dasein” Beträge ausbezahlt werden (Grundeinkommen, Steuern und die Umweltabgabe), dann stellt sich mir schon die Frage, ob dann noch ausreichend Wertschöpfung erfolgt. Denn eines ist doch nötig: Es muss ein Gegenwert erbracht werden. Es ist die Frage, wie groß dieser tatsächlich sein muss, damit jeder seinen Status halten kann – oder schwebt uns doch eine Umverteilung vor? Dann wäre interessant, wo aus heutiger Sicht der Durchschnittswohlstand liegt, auf den sich dann alles einpendeln müsste.
    Ich würde hoffen, und kann mir sogar vorstellen, dass die Menschen auch mit BGE arbeiten und nützlichen Dingen nachgehen, und diejenigen die sich auf die faule Haut legen, werden wahrscheinlich kein langes Leben haben. So denke ich doch, dass soetwas wie das BGE funktionieren könnte, habe aber gleichzeitig Bedenken, dass Faulheit und Bequemlichkeit gezüchtet werden, und unsere Gesellschaft im ungünstigsten Falle daran zu Grunde geht.

    Beste Grüße

    Andreas

    1. Hallo Andreas,

      vielen Dank für Deinen Kommentar!
      Das sind genau die Gründe, warum wir das Aktive Grundeinkommen dem BGE vorziehen. Das Aktive Grundeinkommen gründet auf der Bedingungslosen Teilhabe, die besagt, dass jeder Mensch sich mit seinen Gaben (Neigungen und Fähigkeiten) in die Gemeinschaft einbringen darf. Bezahlt werden bis zu 50 Std im Monat mit je 20 GDD, also insgesamt 1000 Gradido.

      Liebe Grüße
      Bernd

      1. Hallo Bernd, und auch danke für Deine Antwort!

        Dieses Prinzip finde ich sehr gut und interessant – eröffnet es doch die Möglichkeit eines sanften Übergangs auf dem Weg zu einem Grundeinkommen, indem Gradidos als Parallelwährung zum Euro etabliert werden…

        Aber befinden wir uns mit diesem Thema hier im richtigen Chatverlauf? Ich habe meinen Kommentar an dieser Stelle eingestellt, nachdem ich Euren Chat mit Ingrid Manthey gelesen habe.

        Weil sich mir genau die selben Fragen wie Ingrid stellten. Nachdem ich mich nun allerdings ernsthafter und intensiver mit dem Gedanken des Grundeinkommens beschäftigt habe, wurde mir manches klarer.

        Könnte man davon ausgehen, dass ein Durchschnittsverdiener heute ca. 100 Stunden pro Monat zur Deckung seiner Grundbedürfnisse arbeitet? Oder liege ich damit daneben?

        Wenn jeder Mensch zur Deckung seiner Grundbedürfnisse monatlich nur 50 Arbeitsstunden erbringen muss, dann bedeutet dies, dass Menschen, welche heute lediglich 25 Stunden hierfür benötigen, dann doppelt solange dafür brauchen, und Menschen welche es heute bereits in 10 Stunden geschafft haben, dann eben die fünfache Zeit hierfür aufwenden müssen.
        Damit werden heute bestehende Ungerechtigkeiten automatisch beseitigt. Denn auch wenn die Bandbreite der Qualifikation sehr groß sein kann, so sind damit die heutigen Unterschiede in der Bemessung des Wertes einer Arbeitsstunde nicht zu begründen.
        Und so wird es dann auch so sein, dass Menschen welche heute 150 Stunden Arbeit im Monat erbringen müssen, um ihre menschlichen Grundbedürfnisse decken zu können, dann nur ein Drittel dieser Zeit hierfür aufbringen müssen.
        Die Qualifikation entscheidet dann hauptsächlich darüber was man arbeitet, also mit was man sich einbringen kann.

        Auf das Thema “Gradido als Parallelwährung” gehe ich demnächst gerne noch genauer ein.

        Viele Grüße

        Andreas

        1. Hallo Andreas, das Aktive Grundeinkommen ist ein Recht und keine Pflicht. Wer z.B. in der freien Wirtschaft mehr verdient, wird von diesem Recht möglicherweise keinen Gebrauch machen, sondern sich auf die gewinnbringendere Tätigkeit konzentrieren.

          1. Hallo Bernd, okay! Das habe ich in meiner Betrachtung außer Acht gelassen (hänge halt gedanklich noch etwas an den Grundsätzen des bedingungslosen Grundeinkommens), aber es berührt auch nicht unbedingt den Kern meiner Aussage.
            Trotzdem stellt sich mir nun die grundsätzliche Frage, ob ich es denn richtig verstanden habe, dass der Gradidio-Gedanke davon ausgeht, dass mit 50 Stunden gesellschaftlicher Tätigkeit, welche dann mit Gradidos vergütet wird (Sofern ich dies mal so bezeichnen darf!?), die Grundbedürfnisse eines Menschen zu decken sind.

            Also einfach ausgedrückt:
            Mensch leistet 50 Stunden Arbeit zum Wohle der Allgemeinheit, und erhält dafür sein Grundeinkommen, von dem er zumindest leben kann. Seine übrige Zeit kann er nach Belieben einsetzen – zum Erwerb weiterer Einkünfte um seinen Lebensstandard zu erhöhen, zum Wissenserwerb, für sportliche und sonstige Aktivitäten, zur Erholung…

            Habe ich das richtig verstanden?

            Viele Grüße

            Andreas

            1. Korrekt – sofern “Mensch” aktives Grundeinkommen haben will.

  2. Hallo Bernd und Margret,

    welches Plugin benutzt ihr für die Kontoführung und die Schöpfung und Vergänglichkeit der Gradidos? Könnte dieses System ohne übermäßigen Aufwand mit Staatskonten erweitert werden, die einen Teil der vom Nutzer aktivierten Gradidos erhalten und genauso der Vergänglichkeit unterliegen?

    Liebe Grüße, Dennis Söhl.

    1. Hallo Dennis, technisch wäre dies möglich.

  3. Wie ich schon am 6.4. schrieb: wie komme ich zu meinem Grundeinkommen und wie entsteht es, ebenso das Staatseinkommen. Das muss doch zu erklären sein. Gruß Ingrid

    1. Hallo Ingrid, selbstverständlich ist das zu erklären. Und es ist ja auch im Video und im Gradido Buch hinreichend erklärt. Im allgemeinen wird es auch verstanden. Deshalb hätte es mir sehr geholfen zu wissen, wo dein persönliches Verständnisproblem liegt.

      So kann ich es eben nur nochmal mit anderen Worten zu erklären, in der Hoffnung dass dies für dich persönlich verständlicher wird.

      Du fragst, wie Grundeinkommen und Staatseinkommen entstehen. Um dies zu beantworten, müssen wir untersuchen, wie das Geld überhaupt entsteht – und zwar im alten System (Euro, Dollar usw.) wie auch in dem von uns vorgeschlagenen System der Natürlichen Ökonomie des Lebens (Gradido).

      In beiden Systemen ist Geld lediglich eine Information in einer Computerdatenbank. Es existiert nicht wirklich. Geld wird geschöpft (so der Fachausdruck in der Finanzwelt) nach bestimmten Regeln, ähnlich wie die Spielregeln im Monopoly.

      Im alten System wird Geld durch Schulden geschöpft. Das bedeutet, dass jeder Euro Guthaben auf einem Konto auch einen Euro Schulden auf einem anderen Konto ergeben muss. Dies ist das Gesetz der Bilanz. Doch dies ist lediglich eine Spielregel, auf die sich die internationale Finanzwelt freiwillig oder unfreiwillig geeinigt hat.

      Wir von Gradido schlagen nun andere Spielregeln vor. Nämlich, dass das Geld nicht mehr durch Schulden geschöpft wird sondern durch das Leben selbst. Wir schlagen vor, dass in Zukunft für jeden Menschen dreimal 1000 Gradido im Monat geschöpft werden, ohne dass gleichzeitig dazu Schulden geschöpft werden. Wie gesagt, Geld ist lediglich eine Information in einer Datenbank. D.h. man schreibt für jeden Menschen jeden Monat 3 × 1000 Gradido auf drei verschiedene Konten. Das erste Konto ist sein Grundeinkommenkonto, das zweite Konto ist das Staatskonto und das dritte Konto ist das Konto vom Ausgleichs- und Umweltfonds.

      Konnte ich dir in deinem Verständnis weiterhelfen?

  4. Also, da ich noch keine Antwort erhalten habe, verstärkt sich mein Eindruck. Es gibt keine Antwort auf meine Frage, wie mein Grundeinkommen entsteht und woher das Staatseinkommen kommt.

    Gruß Ingrid

    1. Hallo Ingrid, ungeduldig bist du wohl garnicht 😉
      Was genau verstehst Du nicht? Wenn ich weiß, wo genau Dein Verständnisproblem hängt, kann ich Dir eher weiterhelfen. Liebe Grüße, Bernd

  5. Leider habe ich nicht verstanden, wie ich zu meinem Grundeinkommen komme, wie es entsteht. Woher kommt das Staatseinkommen, wenn niemand mehr Abgaben zahlt? Das ganze wirkt sehr nebulös. Und was hat das Ganze mit der Natur zu tun. Nicht erst Bernd Senf ist dem ungesunden Geld-System auf die Spur gekommen, das war schon Silvio Gesell, der von 1862 bis 1930 lebte. Seine Ideen wurden schon in den 1930er Jahren in Wörgl/Österreich umgesetzt, aber dann von staatlicher Seite wieder verboten.

    1. Hallo Ingrid, vielen Dank für Deinen Kommentar! Welche Informationen hast Du denn bereits? Gradido Vortrag? Gradido Buch? Liebe Grüße, Bernd

      1. Hallo Bernd, ich habe mir Videos angeschaut. Und ziemlich gut die Homepage studiert. Aber nirgends ist erklärt, wie mein Grundeinkommen zustande kommt. Also das würde mich schon interesssieren. Es ist auch nicht im Vortrag erklärt.
        Gruß Ingrid

        1. Hallo liebe Ingrid:,

          pro lebendigem Mensch monatlich aus dem “Nichts”, wie bei den Banken die Erschaffung von Krediten (angegeben mit 10 % Rücklage).
          Abgezogen wird bei Gradido die Vergänglichkeit, damit kein Überschuss an Gradidos entsteht.
          Der Vergänglichkeit kann man entgegen wirken, wenn man die Gradidos anderen für ein Projekt zur Verfügung stellt, praktisch einen Kredit (gerne auch durch eine Bank) gibt.

          Beispiel: Gradido im Alltag gelebt. Für Arbeitnehmer und Arbeitgeber.
          http://www.gradido-web.info/Gradido_Dankwirtschaft.pdf

          Ganz liebe Grüße
          Erika:

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