Die dreifache Geldschöpfung

Alles Geld der Gegenwart  ist von Menschen gemacht. Auch das Geld der Zukunft wird nur von Menschen bewirkt sein. Der Unterschied liegt in einem wesentlichen Punkt: das Geld der Gegenwart entstand aus Schulden und Mangeldenken. Am Ende wird es nur Verlierer geben. Das Geld der Zukunft ist Lebensgeld. Es entsteht natürlich – so freigiebig, wie sich die Natur reproduziert und dabei keine Schulden kennt.

Dieses Nachempfinden der Natur erfolgt in einem einfachen Schritt: Die Gemeinschaft, repräsentiert durch den Staat, schöpft jeden Monat für sich, nämlich jede Bürgerin und jeden Bürger,  3 mal 1000 Gradido, die für die folgenden Zwecke eingesetzt werden:

  1. Grundeinkommen, entweder bedingungslos oder aktiv,
  2. Staatseinkommen, einschließlich Gesundheits- und Sozialwesen,
  3. Ausgleichs- und Umweltfonds (AUF) zum Schutz und zur Sanierung der Umwelt.

Diese monatlich entstehende Geldmenge steht für sämtliche Ausgaben und Ansprüche der Gemeinschaft und die Abwicklung ihrer Geschäfts- und Wirtschaftsbeziehungen untereinander zur Verfügung.

Grundeinkommen

Jedem Menschen wird zugestanden, anerkannter Teil der Gemeinschaft  zu sein und sich darin gemäß seinen Neigungen, Talenten und Fähigkeiten entfalten zu können. Dies bezeichnen wir als Bedingungslose Teilhabe. Sie bewirkt für ihn ein Aktives Grundeinkommen. Die Bedingungslose Teilhabe besteht im Recht, sich bis zu 50 Stunden pro Monat entsprechend seinen Neigungen und Fähigkeiten in die Gemeinschaft einzubringen. Die Gemeinschaft vergütet dies mit 20 Gradido pro Stunde, bis zu insgesamt 1000 Gradido monatlich.

Diese 1000 Gradido stellen das Grundeinkommen dar. Es ist dazu bestimmt, jedem Einzelnen menschenwürdige Lebensumstände zu ermöglichen. Die Würde eines Menschen besteht für uns jedoch nicht nur darin, den Anspruch auf gesicherte Lebensvoraussetzungen bedingungslos zugestanden zu bekommen. Sie liegt auch darin, sich der Fähigkeit bewusst zu sein,  das Geschenk der Gemeinschaft gleichwertig erwidern zu können. Wir plädieren somit für die Möglichkeit für jeden, sich mit Leistungen, die aus natürlicher Veranlagung gerne erbracht werden,  wiederum bei der Gemeinschaft bedanken zu können. Darum sprechen wir vom Aktiven Grundeinkommen. Dahinter steht  der Gedanke, naturgegebene Talente und Kapazitäten dem wechselseitigen Gewinn zur Verfügung zu stellen. Das Leben schöpft auf diese  Weise aus sich und für sich selbst. Es ist eine andere Form von Geld: Lebensgeld statt Schuldgeld.

Menschen, die aus körperlichen Gründen (Kleinkinder, Kranke) die Bedingungslose Teilhabe nicht nutzen können, bekommen es als bedingungsloses Grundeinkommen zuerkannt.

Berufstätige können wählen, ob sie ihr Einkommen ausschließlich aus dieser Berufstätigkeit beziehen oder das Aktive Grundeinkommen im Ausmaß ihrer Beiträge für die Gemeinschaft in Anspruch nehmen.

Staatseinkommen

Die zweiten 1000 Gradido reichen aus für einen großzügigen Staatshaushalt inklusive Gesundheits- und Sozialwesen. Die Größenordnung dafür wäre die gleiche, wie sie derzeit beispielsweise in der Bundesrepublik Deutschland zur Verfügung steht. Steuern, Sozialversicherungen oder ähnliche Abgaben sind daher nicht erforderlich.

 Ausgleichs- und Umweltfonds

Die dritten 1000 Gradido bilden einen zusätzlichen Topf in der gleichen Höhe wie der Staatshaushalt. Der Ausgleichs- und Umweltfonds dient zur Sanierung der ökonomischen und ökologischen Altlasten – vorrangig zur menschenmöglichen Sanierung der katastrophalen Umweltschäden, welche die Menschheit in den letzten gut hundert Jahren angerichtet hat. Es ist der größte Umwelt-Topf in der Geschichte der Menschheit. Er suventioniert auch umweltfreundlich hergestellte Produkte und macht sie gegenüber konventionell hergestellten konkurrenzfähig. Umweltschutz und Umweltsanierung werden die lukrativsten Wirtschaftszweige.

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28 thoughts on “Die dreifache Geldschöpfung

  1. Auch ich bin für ein Grundeinkommen auf dem Boden der BRD – Finnland hat jetzt 1000 Menschen als Probe damit ausgestattet. Sonst habe ich einen Holztaler entwickelt – angedacht als Geschenk für Zeit- und Raumunabhängigkeit für Freund, Liebe und Verwandte plus jene die es werden wollen zum selbermachen. URL http://holztaler.wahrheitssuche.org.
    War jetzt auf drei Seiten von Gradio.net und ich muss sagen – die einzelnen Seiten mit Kommentarfunktion und diese so schön genutzt zu sehen ist eine Freude. Viel Glück Segen und Erfolg auf all Ihren Wegen.

    1. Hallo Valentin, Tausend Dank für die guten Wünsche! Gemeinsam schaffen wir den friedvollen Wandel. Liebe Grüße, Bernd

  2. Hallo zusammen 🙂 ich werde gerade nicht fündig. Bin neu im Thema. Mal angenommen: ich möchte Seminarteilnehmern optional anbieten, einen Teil einer Seminargebühr in Gradido zu begleichen. Angenommen dieser Teilnehmer müsste sich dann also bei Gradido anmelden. Wie bekommt er zeitnah einen entsprechenden Kontostand. Welche Möglichkeiten hat man, wenn man am Anfang steht. Ich werde leider nicht so recht fündig, was diese Frage betrifft. Könnte mir jemand seine helfende Hand reichen? Danke schonmal!

    1. Liebe Daniela,
      zur Zeit kann sich jedes Gradido-Mitglied ein monatliches Grundeinkommen von 100 Gradido gutschreiben lassen. Wenn der Betrag höher ist, besteht die Möglichkeit, dass du ihm einen zinslosen Kredit gewährst, so eine Art „Ratenzahlung“. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass die Leute durch Leistungen für die Gemeinschaft Gradidos generieren. Diese Möglichkeit ist aber noch nicht hinreichend in der Praxis erprobt. Dazu brauchen wir noch Freiwillige, die sich dieser Sache annehmen. Liebe Grüße, Bernd

      1. Lieber Bernd, danke für die schnelle Antwort. Alles sehr spannend. Und Kritikern des Projekts möchte ich einen Gedanken schenken: Ein Projekt wie dieses hier – das entsteht, das wächst, das sich entfaltet – es ist ein leichtes es schlecht zu reden, aber den Mut aufzubringen einen Wandel herbeizuführen nicht nur in Worten sondern in Taten ist bemerkens- und unterstützenswert. Ich sehe hier keine Starre ich sehe hier eine wunderbare Vielzahl von Möglichkeiten für mehr Menschenwürde und dafür bin ich zutiefst dankbar!

        1. Liebe Daniela, tausend Dank für deine anerkennenden Worte!

  3. Hallo ihr Lieben,

    wer möchte kann hier meine Präsentation mit Beispielen
    für Arbeitnehmer und Arbeitgeber einsehen. 😉

    http://www.gradido-web.info/Gradido_Dankwirtschaft.pdf

    Ganz liebe Grüße
    erika

    http://www.gradido-web.info

  4. Ganz ehrlich: Ich verstehe nur „Bahnhof“.
    Zwanzig Minuten lang habe ich mich zuerst mittels eines Prospektes von Orkos und dann auf dieser Webseite informiert, um den realen Kern der vielen Worte und Sätze zu begreifen, die sich rund um Gradido drehen. Ich komme mir zugeschüttet vor mit inhaltsleeren Satzkonstrukten.

    Begriffen habe ich bis jetzt folgendes: Gradido wird nicht eins zu eins gegen Geld verrechnet. Es ist eine neue Art Währung. Man arbeitet für eine Gemeinschaft, in der auch andere per Gradido-Währung arbeiten und entlohnt werden.

    Ein Beispiel: Ich arbeite pro Monat zwanzig Stunden für/per Gradido und habe dann im Jahr 12x20x20 Einheiten also 4800 „Gradido-Dollar“ zu Verfügung. Brauche ich beispielsweise einen Anwalt im „wirklichen“ Leben, kann ich mich an einen Anwalt der Gradido-Gruppe wenden (sofern vorhanden), der dann für einen Lohn von zwanzig Gradido die Stunde (statt, wie üblich in der „realen“ Welt 600 CHF die Stunde!) für mich arbeitet.
    Ist das korrekt?
    Alle erhalten den gleichen Lohn, unabhängig von Ausbildungsstand und Art der Arbeit. Ein Anwalt erhält für seine Arbeit die gleiche Menge Lohn pro Stunde wie ein Fensterreiniger.
    Ist das korrekt?

    Noch ein allgemeines Feedback:
    Als durchschnittlich gebildeter, informationsgeschädigter und daher übervorsichtiger und hochkritischer Medien-User wirken sowohl Prospekt wie Webseite des Gradidio-Projektes abschreckend. Sowohl der Name „Gradido“ (nichtsagend, ohne Tragkraft, ohne Strahlkraft) wie auch der informationslose Kommunikationsstil des Projektes (siehe Beginn meines Kommentars) wirken abschreckend und -hochverdächtig (in Richtung Betrug/Abzocke/Seelenfängerei).
    Zu viele Worte, zu wenig verwertbarer und vor allem zu wenig klarer Inhalt!
    Und dies in einer Zeit, in der immer mehr Online-Journale und gedruckte Zeitschriften bildlastig bzw. textabbauend werden, weil sie gemerkt haben, wie schnell User sich bei langen Texten langweilen und „wegzappen“. Die grassierende Smartphone-Manie beschleunigt diesen Prozess, auch aus wahrnehmungsökologischen Gründen.

    Also: Weniger, viel weniger Text wäre mehr!
    Überarbeitet eure Webseite und streicht sie auf ein Zwanzigstel zusammen, vielleicht in Zusammenarbeit mit einem Medienberater.

    Gradido kommt mir spontan vor wie die einstigen „Eden-Einheiten“ auf dem Chateau de Montrame, oder das interne Währungsprinzip im Osho-Ashram.

    Ich kann bislang noch nicht sagen, ob ich dem Projekt Glück wünschen soll, dazu kenne ich die Charaktere und die (unbewussten) Absichten der Führungsriege zuwenig.

    Mal sehen …

    1. Hallo Jens,

      vielen Dank für dein ausführliches Feedback. Wir werden deine Anregungen bei einem späteren Relaunch gerne berücksichtigen, wenn möglich und sinnvoll.

      Zu deiner Verständnisfrage: 20 Gradido pro Stunde ist der empfohlene Preis für eine durchschnittlich qualifizierte Arbeitsstunde. Er ist frei verhandelbar, und qualifiziere Arbeit wird voraussichtlich einen höheren Preis erzielen als weniger qualifizierte.

      Viele Grüße
      Bernd

      1. Hallo Bernd, danke für Deine Antwort. Ich befürchte, dass ihr mit dem Entlohnungssystem wie Du es andeutest scheitern werdet, weil es davon abhängig ist, das jemand den Wert einer bestimmten Arbeit festlegt.
        Gut, ich kenne viele Details Eures Prinzips zu wenig. Aber ein Beispiel: Eine Stunde schwere körperliche Arbeit (Strassenbau o.ä.) sollte in einem menschengerechten System, das wertend ist, mehr Wert haben als ein „intellektueller“ Job (z.B. eben Anwalt). Ebenso höher bewertet müssten langatmige also „niedrige“ jedoch notwendige Arbeiten (z.B. Toiletten putzen) sein, denn die sind es, die biologisch (Körper/Geist) verschleissend sind.
        Ansonsten entstehen genau wieder die Ungerechtigkeiten, Neidstrukturen und Isolationsmechanismen wie wir sie alle zur Genüge kennen.
        Echte Gemeinschaft muss (Vorbild Naturstamm) integrativ und wertfrei sein. Nur dann fühlt sich jeder als Teil eines grossen Sinnzusammenhangs.

        Osho ist das in Indien (Poona) z.B. zum Teil gelungen, aber nur zum Teil und auch nur, weil der Zeitgeist der späten 60er Jahre es ermöglichte.

        1. Es wird bei Gradido vermutlich von selbst darauf hinaus laufen, dass schwere Arbeiten höher bezahlt oder durch die Technik wegrationalisiert werden, da wegendes aktiven Grundeinkommens kein Mensch gezwungen werden kann, Arbeiten zu tun, die er/sie nicht mag.

          Wenn du mehr über Gradido wissen willst, oben rechts kannst du das kostenlose E-Book anfordern.

          Viele Grüße
          Bernd

  5. Hallo,
    leider muss ich einigen Vorrednern hier eher recht geben als der Gradido-Philosophie folgen zu können: das ALLERERSTE Problem an gesellschaftlichen VEränderungen sind die GIER und das BESITZDENKEN einiger Menschen in einer GEsellschaft. Will sagen: es ist sicher ein schöner Gedanke und auch erstrebenswert eine neue GEsellschaft bauen zu wollen und dafür neue Konzepte entwickeln zu wollen. Soweit dacor.
    Allerdings wird das spätestens an der Gier einiger weniger scheitern, wie auch schon der Kommunismus und einige andere Staats- und Gesellschaftsformern zuvor, einfach weil es IMMER irgendwelche MEnschen geben wird die MEHR als andere „haben und besitzen wollen“.
    Daher ist ein Ansatz der alle Menschen auf ein (Grundeinkommens)Niveau bringen will schon von daher zum scheitern verurteilt.

    Die Idee mag bei denjenigen Menschen fruchten und umsetzbar sein welchen ihr ureigenster Weg und spirituelle Erleuchtung schon soweit gebracht hat, dass sie begreifen in welchem System sie sich bewegen und wie Veränderungen wirken könnten. Aber bei allen anderen wird das leider versagen – und davon gibt es zu allem Überfluss auch viel zu viele…

    Sorry to say, so gut und reizvoll wie ich die Idee vielleicht fände. Realistisch und umsetzbar ist sie nicht. Leider.

    1. Hallo Holger, vielen Dank für deinen Kommentar!

      Da scheint ein Missverständnis zu bestehen: Gradido versucht nicht, alle Menschen auf ein Grundeinkommensniveau zu bringen. Ganz im Gegenteil. Auch im Gradido-Modell kann es weiterhin Millionäre geben.

      Liebe Grüße
      Bernd

  6. Den Anspruch, ein Wirtschafts- oder Geldsystem an der Natur anzulehnen, gab es schon öfter, z.B. in der „natürlichen Wirtschaftsordung.“. Beim Gradido scheint das Modell auf Bäume ausgelegt zu sein, denen führt man Wasser, Nährstoffe, Stickstoff zu und sie wachsen und werfen Früchte ab – sie können gar nicht anders.

    Der Mensch und erst recht seine Gesellschaftsstrukturen sind allerdings erheblich komplexer. Für ein Wirtschaftssystem sind die Motivationsstrukturen sehr entscheidend. Und die missachtet das Gradido Konzept komplett. Durch Werden und Vergehen von Geld und einen „ignoranten“ Strom dazwischen wird kein funktionierendes Wirtschaftsmodell geschaffen werden können.

    Menschen sind Stand heute nicht erleuchtet und wissen einfach so, was sie sinnvollerweise tun sollen oder tun etwas aus sich heraus, das dem Ganzen dient. Vielmehr tun sie etwas, das aus ihren inneren persönlichen Motiven heraus und aus ihrer Weltsicht entsteht. Damit eine Wirtschaft und auch Umweltschutz, Ressourcenschonung usw. funktionieren kann, braucht es ein Feedbacksystem. Das ist heute ungenügend aber es gibt immerhin den „Markt“ als Feedbacksystem. Ich sehe nicht, warum jemand, der jeden Monat riesige Geldströme bekommt und das was er „erwirtschaftet“ innerhalb kurzer Zeit wieder verschwindet, z.B. ein Restaurant gründen, bauen, ausstatten und betreiben soll. Wozu soll er das machen? Und wenn er es macht, und es ist so schlecht, dass im Jahr nur 2 Besucher kommen, mit welchem Recht betreibt er es dann und verschwendet Baumaterial, Energie und Arbeitskraft?

    Ganz ehrlich: mein Eindruck ist, das hier erdachte System basiert auf einer riesigen Lücke an Wissen und Erkenntnis.

    Hinweise zum Nebenaspekt:
    Eine Studie mit Umfrageergebnissen, was Menschen im Fall eines bedingungslosen Grundeinkommen tun würden wird gerade diskutiert:
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftswissen/bedingungsloses-grundeinkommen-eine-idee-erhitzt-die-gemueter-1628370.html

    1. Der Wandel, der sich derzeit im Bewusstsein der Menschen vollzieht, wird sich im neuen Wirtschaftssystem spiegeln. Die alten Strukturen brechen, da sie nicht lebensfördernd sind.
      Wirtschaftsstrukturen werden nur dann funktionieren, wenn sie dem Wohl des Einzelnen und dem Schutz des Planeten dienen.
      Diesen Wandel müssen wir erst mal für möglich halten.
      Verändert sich der Mensch in seinem Herzen, findet er also vom Bewusstsein der Trennung oder des Opfer/Täter Prinzips in das Bewusstsein des „Sowohl als auch“, der Einheit und Gemeinschaft , wird sich hieraus die wahre Motivation entfalten.

      Wie der Kern eines Apfels die Information und Energie eines gesamten Baumes in sich trägt („wie oben so unten“, „wie im Kleinen so im Großen“, „wie innen so außen“ – unser holographisches Prinzip -), so werden auch die Samen, die derzeit bei der Idee des Gradidokonzeptes gesät werden, Früchte tragen.

      Folgendes halte ich für wesentlich:

      -WOLLEN wir die Veränderung?

      -halten wir sie für MÖGLICH?

      – VERTRAUEN wir uns und unseren Mitmenschen?

      – TRAUEN wir uns die Veränderung zu?

      – können wir über unseren Tellerrand hinaussehen und VERANTWORTUNG übernehmen für uns, in der Gemeinschaft und für unseren Planeten mit all seinem vielfältigen Leben?

      – haben wir den MUT, die GEDULD, das DURCHHALTEVERMÖGEN, um etwas Neues zu erschaffen und wie eine Pflanze zu behüten, bis hieraus ein starkes menschenwürdiges Sytem erwächst?

      alles Attribute, die wir in uns bewegen sollten,um die innere FLEXIBILITÄT zu entwickeln, um diesen weltumspannenden Wandel mitzuerleben und mitzugestalten. An uns wird es liegen, wie sich die Zukunft gestaltet. Wie las ich kürzlich? Wir sind die, auf die wir gewartet haben…..

      liebe Grüße aus Würzburg

      Albrecht

      1. ein Zusatz noch: der Dünger:

        Freude und Begeisterung

        liebe Grüße

      2. Das ist doch keine Argumentation. Sicher wollen viele eine Veränderung, doch muss ein verändertes System auch glaubwürdig und tragfähig sein.

        Einfach zu sagen: Du musst nur daran glauben, dann wird es schon klappen ist bezogen auf gesellschaftliche Entwicklungen naiv.

        Ein Bewusstseinswandel passiert nicht von allein, erst recht nicht in einer Gesellschaft, die immer komplexer wird (Zuwanderung, Unterschiedlichkeit der Werte usw.).

        Ein neues System muss mit dem jetzigen Bewusstsein umgehen, eine nachhaltige Entwicklung hervorbringen und ein neues Bewusstsein fördern. Das Gradidio ist unfähig, insgesamt sinnvolle gesellschaftliche Entwicklungen zu hervorzubringen bzw. fördern. Es verfolgt mehr oder weniger den Ansatz: gebt allen Geld, dann kommt alles in Ordnung. Dem ist aber nicht so, sonst würden reiche Menschen z.B. ihre Eltern pflegen oder ihr Vermögen größtenteils für gemeinnützige Zwecke nützen.
        Auch bzgl. Entwicklung und Wirtschaftssystem empfehle ich Joseph Schumpeter als Literatur, vielleicht kommt dadurch etwas mehr Verständnis auf, auf welcher Grundlage eine sinnvolle Veränderung stattfinden kann.
        https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Schumpeter

        1. ich denke, beides muss Hand in Hand gehen.
          Veränderte Strukturen ohne Bewusstseinswandel werden bald wieder in die alten Muster führen. Bewusstseinswandel innerhalb der bisherigen Matrix (arbeiten müssen, um die Familie zu ernähren, Stress, Teile und Herrsche,Schlagzeilen, die Ängste wecken sollen als „Nahrung“ des bisherigen menschenunwürdigen Sytems usw.)ist für viele mühselig und schwer.

          Möglicherweise wird der Druck auf die Menschen so stark, dass sie (siehe Berlin, TTIP) auf die Straße gehen und Veränderungen zum Wohl aller erzwingen. Verändert sich unser Bewusstsein, übernehmen wir Verantwortung, lassen wir menschenunwürdig Zustände immer weniger zu. Wir als Kollektiv fordern dann Strukturen die dem Gemeinwohl dienen.

          Crasht unser Finanzsystem und lassen wir das alte System nicht mehr zu, wird den Machtsystemen zunächst mal die Energie entzogen. Gibt es dann Gradido oder bedingungsloses Grundeinkommen o.ä.,und kommen die Menschen wieder mehr zu sich, pflegen sie die Gemeinschaft, unterstützen sie sich usw., wird inneres Potential und auch Lebensfreude wieder frei.

          Dann werden sich auch Mittel, Wege und die Personen finden, die dabei helfen, dass sich menschen- und umweltfreundliche Gesellschaftsstrukturen entfalten können.
          Offensichtlich ist, dass wir an einer Wegkreuzung angekommen sind. Es scheint noch offen, wie wir uns, auch als Kollektiv, entscheiden. Das Beispiel mit dem „100. Affen“ zeigt jedenfalls, dass es auf das Bewusstsein jedes einzelnen ankommt. Habe ich mich in meinem Herzen verändert hin zu Verständnis, Wohlwollen, Toleranz, Mitgefühl usw., werden sich auch im Äußeren Umstände gestalten lassen, die dem inneren Verwirklichten entsprechen.

          Ich vertraue auf das Gute im Menschen und unserer Gemeinschaft und die Fähigkeit „Berge zu versetzen“…Wir werden über uns hinauswachsen und dem Leben Priorität einräumen, den Planeten wieder achten und schützen. Wir werden bisherige Machtmechanismen nicht mehr dulden und sehr darauf achten, dass das Wohl aller und der Umwelt bei Entscheidungen berücksichtigt wird.

          liebe Grüße

          Albrecht

          1. So sollte es sein. Leider lernen viele nicht durch Einsicht sondern durch Schmerzen, ich hoffe das die jetzige Zeit mit ihren Entwicklungen in beide Richtungen die Einsichtseite schneller wächst, dann hat der Gradido eine realistische Chance. In jedem Menschen wohnen zwei Wölfe ein Weiser und ein Schwarzer, es liegt an jedem selbst wenn er mehr füttert.

  7. Lieber Bernd!
    Ich hoffe, dass du mit deiner Gradidio Vision in Griechenland AKTIV bist und dadurch den Menschen Hoffnung auf ein befreites Leben bringst!

    Auf diesem Planeten ging es in der Vergangenheit um MACHT. Zur Zeit werde Mächtige immer reicher auf Kosten anderer. Das kapitalistische System betrachte ich als gescheitert. Die Gier des Individuums, das die Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft außer Acht lässt, hat uns soweit gebracht.

    Ich finde dein Gradido Modell genial.
    Ich würde es noch erweitern….z.B. indem die Gemeinschaft regulierend eingreift und Obergrenzen für Mietpreise, Lebensmittel etc. festsetzt. Das bestehende Spekulationswesen gehört abgeschafft,
    der Besitz von Privateigentum eingeschränkt (meine subjektive Meinung).

    Ein lebendiger Meinungs- und Erfahrungsaustausch sind notwendig.
    Auf die EINHALTUNG der MENSCHENRECHTE ist weltweit zu achten!
    Mensch, erwache. Übernimm die Verantwortung zum Wohle ALLER, nicht nur deiner persönlichen Interessen……

    1. Liebe Sophia, danke für deinen Kommentar!
      Ein regulierendes Eingreifen der Gemeinschaft, wie du es vorschlägst, ist in bestimmten Fällen sicher sinnvoll. Beim Ausgleichs- und Umweltfonds ist es ja Prinzip.

      Lebendiger Meinungs- und Erfahrungsaustausch sind wichtig für dieses sich lebendig weiter entwickelnde Forschungsprojekt.

      Liebe Grüße, Bernd

  8. ich finde diese Ideen alle super, v.a. auch das Vorbild der Natur, wo es keine gradlinigen, linearen Prozesse wie ständiges Wachstum gibt. Mein Traum ist es, bei regionalen, nachhaltigen, eigenständigen und eigenverantwortlichen unabhängigen Projekten (bei uns bietet sich Landwirtschaft und Tourismus an), mich mit einzubringen, die sich vernetzen und so einer regionalen Wertschöpfung dienen. Die Gradido-Idee, jedenfalls soweit ich sie schon kennen gelernt und verstanden habe, wäre da die perfekte Ergänzung. Wertschöpfung verstehe ich dabei auch als Wertschöpfung für Lebensglück, für den Einzelnen und für die Gemeinschaft. Es gehört auch dazu, dass Menschen aus der Umgebung, die aufgrund ebenfalls durch Ihren Beitrag einen Platz finden, wo sie ihre Fähigkeiten entwickeln und sich motiviert einsetzen können.
    Ich selbst kann sehr vieles, aber alles nicht perfekt, und genau das würde ich sehr gern irgendwo einsetzen, wobei für mich weniger die Stunden, sondern die Motivation und die Begeisterung zählen. Schon allein nicht zu müssen und auch das Tempo selbst zu bestimmen, ist schon so befreiend! Das erlebe ich immer wieder. Ich selbst betrachte z. Zt. das Arbeitslosengeld als mein Grundeinkommen und bin auf diese Weise tätig, dass ich oft Freunden helfe, z.B. im Garten oder beim Holz machen im Wald, oder auch als Motivation-Coach :-). Ich finde es absolut langweilig und runter ziehend, nichts zu tun, aber 8 Stunden am Tag einer eintönigen und häufig auch sinnlosen Beschäftigung nachzugehen, bzw. das zu „müssen“, ist für mich Sklaverei, und die ständig steigende Zahl von Burnouts zeigt dies deutlich.

  9. Der richtige WEG für ein nachhaltiges Leben auf diesem Planeten. Die Umsetzung wird wohl das schwierige an dieser Lösung sein. Auch bin ich der Meinung dass es so nicht mehr weitergehen kann und darf und würde mich somit mit diesen Grundprinzipien solidarisieren. Bleiben wir dran für eine bessere Welt mit ethischen Werten.

  10. Wir schöpfen hier zur Simulation jeden Monat 100 Gradidos. Schön! Um das jetzt wirklich echt und real zu simulieren, wäre es doch nützlich auch die beiden Bereiche Staat und Umwelt mit einem Projekt zu simulieren. Nur so bekommt man real ein Gefühl dafür ob und wie das gehen kann. Ich mag´s halt gerne praktisch.

    Vom Grundeinkommen wird ja nun auch schon viele Jahre geredet und die Initiative mein-grundeinkommen sammelt per Crowdfunding Gelder für jährliche GE um den Menschen ein Gefühl zu geben, was ist das? was macht das mit mir? Wie verändert sich mein Leben?

  11. Lieber Bernd,

    ich finde den Ansatz super, die Natur als Vorbild für ein neues Geldsystem zu nutzen.

    Zwei Detailfragen habe ich, die Du wahrscheinlich schon häufig beantwortet hast. Danke, wenn Du es für mich nochmal tust 🙂

    1. Was geschieht mit denen, die ihr Recht auf 50 Stunden Arbeit monatlich nicht wahrnehmen möchten?

    2. Wie und von wem wird Arbeit qualitativ im System bewertet – also unabhängig von der reinen Stundenanzahl? –

    Danke nochmals und schöne Grüße
    Manuel

    1. Lieber Manuel,

      vielen Dank für deine beiden Fragen, die ich gerne beantworte:

      Das aktive Grundeinkommen ( = bedingungslose Teilhabe) ist ein Recht und keine Pflicht. Wer gesund ist und dieses Recht nicht wahrnehmen will, bekommt kein aktives Grundeinkommen. Dabei hat jeder das Recht, sich mit den Tätigkeiten einzubringen, die er oder sie gerne tut. Dies unterscheidet das aktive Grundeinkommen vom bedingungslosen Grundeinkommen. Auch wenn wir das aktive Grundeinkommen vorziehen, so ist dies nicht zwingender Bestandteil von Gradido. Wenn sich die Mehrheit auf ein bedingungsloses Grundeinkommen einigt, ist dies auch innerhalb von Gradido möglich.

      Beim aktiven Grundeinkommen wird die Qualität der Arbeit nicht bewertet, wohl aber in der freien Wirtschaft. Hier dürfte sich der Wert / Preis nach Angebot und Nachfrage regeln. Als Richtwert definieren wir den Wert eines Gradido als den Wert von 3 Minuten einer durchschnittlich qualifizierten Arbeit, zum Beispiel handwerklicher Arbeit. Oder anders ausgedrückt: 20 Gradido sind der Wert einer durchschnittlich qualifizierten Arbeitsstunde.

      Liebe Grüße
      Bernd

  12. Das ist von der Realität so weit entfernt, dass wir auf dieser Basis Kinder nicht ausreichend vor Krankheiten schützen könnten. Mit 50 Arbeitsstunden im Monat müssten wir auf alle Dienstleistungen verzichten. Es gäbe auch keine großen Musiker oder …

    1. Die 50 Stunden pro Monat sind lediglich die Bedingung für ein aktives Grundeinkommen von 1000 g√ . Selbstverständlich kann jeder so viel arbeiten und Geld verdienen wie er will.

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